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James Cook


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James Cook

Seine Abenteuer

Zweite Südseereise

In den Jahren 1772 bis 1775 fand die zweite Südseereise statt. Diesmal brach James Cook gleich mit zwei Schiffen, der Resolution und der Adventure zu seinen Reisen auf. Er selber befehligte die Resolution.

Die Resolution und die Adventure, Gemälde Doch zunächst einmal sollte erwähnt werden, dass neben dem ganzen Ruhm seine erste Expedition auch bei einigen Engländern Kritik erntete und die Ergebnisse zum Teil angezweifelt wurden. So wurde seinen Aufzeichnungen eine sehr geringe literarischer Qualität attestiert, was dazu führte, dass eine Veröffentlichung erst im Jahre 1863 lange nach seinem Tod erfolgte. Es gab lediglich eine abgespeckte Veröffentlichung des Romanautors John Hawkesworth. Dieser bezog sich zwar auf die Tagebücher von James Cook bliebt aber in seinen Ausführungen sehr ungenau. Vom Schriftsteller Dalrymple wurde er enach der Veröffentlichung von Hawkesworth hartkritisiert und ungenügende Erforschung der neuen Gebiete vorgeworfen.

Somit war ein Argument für eine zweite Expedition gegeben. Zwei Schiffe wurden für dieses Unterfangen ausgebaut und in Resolution und Adventure umbenannt. Sein ausgedientes Schiff, die Endeavour war schrottreif und nicht mehr zu gebrauchen.

An Cooks erneutem Aufbruch in die Südsee wollte auch Joseph Banks wieder teilnehmen, da dieser aber zuviel Komfort forderte, scheiterte dies jedoch. Mit auf Entdeckungsreise gingen diesmal der Preuße Johann Reinhold Forster in Begleitung seines Sohnes Georg sowie zwei Astronomen und der klassizistische Maler William Hodges, um die Reiseeindrücke in Bildern zu verewigen.

James Cook ergriff aufgrund der Todesfälle auf seiner Ersten Reise nun Vorkehrungen, um den erneuten Ausbruch von Skorbut zu verhindern. So gehörten diesmal auch gesalzener Kohl, Karottengelee und Bierkondensat zu den Nahrungsmittelvorräten der beiden Schiffe.

Am 13. Juli 1772 stachen die beiden Schiffe dann von Plymouth aus in See. Ab Oktober erfolgte ein ein dreiwöchiger Aufenthalt in Kapstadt. Anschließend steuerte er in Richtung Kap Circumcision (vor ca. 30 Jahren von Charles Bouvet entdeckt, der es damals für Terra Australis hielt).

Auf diesem Weg machte Cook zum ersten Mal mit Eisbergen Bekanntschaft. Er fand die von Bouvet beschriebene Insel jedoch nicht und nahm daher an, dass der damals einen Eisberg für eine Insel hielt. Aufgrund des nicht zu durchdringenden Eises war Cook schließlich gezwungen, abzudrehen und seinen Weg in Richtung Nordost fortzusetzen.

Im Februar, verloren sich die beiden Schiffe, die bis zu diesem Zeitpunkt stets zusammen segelten, aufgrund sehr dichtem Nebels aus den Augen. Für diesen Fall war ein gemeinsamer Treffpunkt in Neuseeland abgesprochen. Doch zunächst mussten beide Schiffe nun getrennt die Reise fortsetzen. Cook fuhr weiter in Richtung Süden. Am 27. März erreichte er endlich die Südspitze Neuseelands. Das Schiff wurde dort kurz überholt. Er segelte nun den kompletten Bereich des 60. Breitengrades ab, traf aber dort auf kein weiteres Land und widerlegte damit die Aussagen seines Kritikers Dalrymple.

Am 18. Mai kam er am vereinbarten Treffpunkt im Königin-Charlotte-Sund an und vereinte sich wieder mit der Adventure, die schon sechs Wochen zuvor dort eintraf. Die Trennung hatte auch ihre Schattenseiten. Während es auf dem Schiff von Cook nur ganze vier Fälle von Skorbut gab, waren es auf der Adventure Zwanzig, was wohl der Führung des Kommandant zuzuschreiben war. Auch auf der weiteren Reise waren vor allem auf der Adventure vermehrte Fälle von Skorbut bekannt, während Coocks Besatzung verschont blieb. Am 17. August traf er in Tahiti ein, wo er bis Ende August verweilte.

September ging die Reise weiter und im Oktober traf er bei den Tonga-Inseln ein. Die dortigen Urseinwohner waren sehr gastfreundlich. Deshalb nannte Cook diese Inseln später die Freundschaftsinseln. Doch da lag er mit seiner Einschätzung völlig daneben. Eigentlich hatten die Ureinwohner vor, die gesamte Crew nachts umzubringen, was jedoch aufgrund eines internen Streits dann nicht durchgeführt wurde.

Bei seiner weiteren Reise kam er am 21. September in Neuseeland an. Wenig später verlor er zum zweiten Mal den Kontakt zur Adventure. Wieder waren die Wetterverhältnisse daran schuld. Am vereinbarten Treffpunkt hinterließ Cook für das andere Schiff eine Nachricht mit seiner weiteren Route.

Cook fuhr weiter in Richtung Süden bis hinter dem 67. Breitengrad. An Heiligabend 1773 musste er aufgrund des Eises wieder Richtung Norden abdrehen. Am 11. Januar 1774 entschied er sich erneut, nach Süden zu segeln, was die Crew schockte. Alle wähnten sich bereits auf der Heimreise. Am 30. Januar war er schließlich so weit südlich wie noch nie. Nun gab er sein Vorhaben, noch weiter den Süden zu erforschen auf, da er sich nun sicher war, dort kein Land mehr zu finden.

Auf seiner weiteren Reise, die nun nach Norden ging, suchte er das Juan-Fernández-Archipel, was ihm jedoch nicht gelang. Auch an Cook ging die Seereise nicht spurlos vorüber. Er erkrankte an einer Gallenkolik, gesundete aber gemäß Erzählungen aufgrund des Verzehrs eines geschlachteten Hundes am 23. Februar wieder. Am 11. März kam er an den Osterinseln an und reiste von dort erneut nach Tahiti, wo er im April ankam.

Anschließend segelte er wieder nach Neuseeland, wo er Neukaledonien entdeckte. Natürlich fragte er die Einheimischen Neuseelands auch, ob von ihnen die Adventure gesichtet wurde.Die Maori wichten jedoch stets auf die Fragen aus. Wie später festgestellt wurde, hatten diese 11 Männern der Crew bei der Landung niedergemetzelt und wohl verspeist. Die Adventure kam im Juli 1774 wieder in England an. Ihre Heimroute war zugleich die erste Erdumseglung auf östlichem Kurs.

Cook entdeckte auf seiner Rückreise nach England noch Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln. Zudem entschied er noch, die Position von Fernando de Noronha zu bestimmen. Er nahm anschließend den Weg über die Azoren und kam am 30. Juli 1775 endlich wieder in England an Er hatte bei seiner zweiten Südseereise nur ganze vier Todesfälle zu beklagen.


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